Historische Hörempfehlung für Schauspielerinnen: Lotte Lenya

Liebe Schauspielerinnen, sicher habt Ihr schon oft daran gedacht, Brechtlieder zu singen. Unter diesen finde ich persönlich die Vertonungen von Kurt Weill besonders faszinierend. Seine Musicals, Schauspielmusiken, Singspiele, Lieder, Songs, Chansons, Opern und Operetten, wurden weltberühmt.

Seine Ehefrau, die Schauspielerin und Sängerin Lotte Lenya aus Österreich sang die Hauptpartien in zahlreichen seiner Werke, so z.B. im Singspiel „Mahagonny“ und in der „Dreigroschenoper“. Ihr unverwechselbarer Stil zu singen, der von der heutigen Aufführungspraxis z.T. wesentlich abweicht, fand große Zustimmung des Komponisten, der sicherlich auch auf die Interpretationen einwirkte.

Die starke emotionale Ausstrahlung wird deutlich in ihrer Gestaltung vom Lied „Surabaya Johnny“:

Beeindruckend ist sie auch im „Lied von der Seeräuber-Jenny“ in der amerikanischen Verfilmung der Dreigroschenoper von 1931:

Die Wandelbarkeit von Lenyas Stimme zeigt sich im Gegensatz dazu im „Alabamasong“:

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